To bee or not to bee

Die Bedeutung einer ausgeprägten Biodiversität und somit auch einer breiten Artenvielfalt gewinnt immer mehr an Bedeutung, auch im öffentlichen Diskurs.

Die immer intensiver werdende Landwirtschaft und erweiterte Landnutzung sind vor allem auf Kosten der Insekten. Nahrung und Lebensraum sind zur Mangelware geworden und Agrargifte schwächen ihre Gesundheit zusätzlich.

Doch ist es absolut fatal, auf Kosten gerade dieser Lebewesen zu handeln. Als die wichtigsten Nutztiere zur Nahrungsmittelerzeugung sind die Bestäuber unabdingbar und unser aller Lebensgrundlage hängt an ihrem Wohlergehen.

Genau deswegen muss den aktuellen Entwicklungen entgegengewirkt werden. Maßnahmen, um die Lebensbedingungen von Bienen und weiteren Insekten zu verbessern, müssen höher priorisiert werden.

Mit einer Verbesserung der Umstände für Honigbienen und Wildbienen profitiert die Artenvielfalt insgesamt.

Der Bezirk Oberbayern leistet mit der „Fachberatung Imkerei“ einen wichtigen Beitrag in der Förderung, der Beratung und der Aus- und Weiterbildung von Imker*innen. Aber trotz dem, dass die Zahl der Imker*innen stetig steigt, ist die Zahl der Bienenvölker rückläufig.

Im Oberbayerischen Bezirkstag will ich mich dafür einsetzen, die „Fachberatung Imkerei“ auszubauen. Eine personelle sowie finanzielle Stärkung der Fachberatung ist absolut notwendig und zukunftsweisend. Forschungsarbeit ist vor allem im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels auf Bienen und andere Insekten von Nöten. Generell gilt es unseren Wissenspool, gerade im Bezug auf die meist vergessenen und doch so unfassbar wichtigen Wildbienenarten, zu erweitern. Die Bestäubungsleistung der meist spezialisierten Wildbienenarten ist für die Artenvielfalt der Blühpflanzen von existenzieller Bedeutung. Konkret muss, gerade bezogen auf die Wildbienen, die Lebensraumforschung erweitert werden und den Forschungsergebnissen entsprechend neuer Lebensraum geschaffen werden.

Auch den Imkerinnen und Imkern muss in den immer schwieriger werdenden Zeiten intensiver zur Seite gestanden werden. Durch eine erweiterte „Professionalisierung“ in punkto Ausbildung muss diese Berufssparte wieder zu der Anerkennung gelangen, die sie verdient.